Sonntag, 12. Oktober 2014

Vanillezucker {DIY}


In unzähligen Rezepten begegnet man immer wieder einem alten Bekannten. Einem alten Bekannten, der oft verschiedene Namen trägt - Vanillinzucker, Vanillezucker oder auch Bourbon Vanillezucker. Eigentlich soll er den Gerichten nur das gewisse Etwas verleihen und sie aromatisch verfeinern, dennoch gibt es bei seinen verschiedenen Bezeichnungen große Unterschiede.
Vanillinzucker ist wohl der günstigste Kandidat unter den drei Namensvettern. Er ist bloß mit synthetisch hergestelltem Vanillin aromatisierter Zucker und beinhaltet keine natürliche Vanille.
Vanillezucker hingegen besteht aus Zucker und natürlicher Vanille. In ihm befinden sich gemahlene Vanilleschoten, was sich vor allem durch die kleinen, schwarzen Pünktchen in dem Zucker bemerkbar macht. Das Wörtchen Bourbon vor dem Vanillezucker steht für die Herkunftsbezeichnung. Bourbon darf sich nur die Vanilleschote nennen, die aus Madagaskar, Komoren oder La Reunion stammt. Die Bourbon Vanille ist die beliebteste Sorte und daher auch sehr hoch angesehen. Das Wörtchen macht sich auf einer Verpackung also sehr gut ;)
Wenn man viel die Rührstäbe schwingt, wird man einen guten Verbauch an vanilligem Zucker haben. Als Verfechter natürlicher Zutaten wandert bei mir nur echter Vanillezucker in den Kuchen, was auf Dauer natürlich etwas auf den Geldbeutel gehen kann. Mein Tipp ist daher: Lasst die kleinen Tütchen im Regal stehen und werdet euer ganz eigener Vanillezucker-Produzent. Man braucht nicht viel und schont definitv seinen Geldbeutel.


ZUTATEN FÜR EIN VERSCHLIEßBARES GLAS
250 g Zucker
1 Vanilleschote

1) Vanilleschote längs einschneiden und das Mark herauskratzen. Leere Vanilleschote halbieren oder dritteln.
2) Mark der Vanilleschote mit etwas Zucker mischen. Da das Mark etwas ölig und klebrig ist, lässt es sich nicht einfach unterrühren. Am besten mit Hilfe eines Löffels mörsern und vermengen.
3) Restlichen Zucker hinzugeben und gut vermischen.
4) Leere Vanilleschoten in den Zucker stecken.
5) Glas verschließen und ca. 2 Wochen ruhen lassen.
6) Die Vanille enthält anfangs noch etwas Feuchtigkeit und der Zucker kann daher klumpig werden. Einfach durch Schütteln wieder auflockern.

Immer wenn ihr Vanillemark für ein Rezept verwendet und sonst die leere Schote wegschmeißen würdet, bewahrt ihr sie diesmal auf und steckt sie einfach in das Glas hinzu. Ihr könnt das Glas auch immer wieder mit Zucker auffüllen. Die Schoten geben noch lange Aroma ab. So habt ihr immer feinen Vanillezucker zuhause und das sogar ganz natürlich und unheimlich lecker.


Kommentare:

  1. Das hätte ich in Amerika gebraucht als ich Muffins backen wollte. Die haben sowas nämlich nicht in einen normalen Lebensmittelladen und offensichtlich nirgendswo anders denn ich hab es trotzdem nicht gefunden. :D

    Wahnsinniger schöner Blog außerdem. :)

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    1. Ohje, hätte ich das mal früher gewusst ;) Dafür hattest du in Amerika aber immer und überall Zugang zu Vanille Extrakt. Das ist bei uns ja eher eine Rarität ;)
      Liebe Grüße!

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    2. In einigen Läden aber nicht vielen. Man muss einfach etwas improvisieren und ich hatte das Glück das meine Gastmutter eine Freundin hatte die auf solches Zeug steht. :)

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  2. Super Idee! Und danke für die Anleitung und Tipps!
    Die ganze Zeit wollte ich mir schon selbst so einen Vanillezucker machen,
    aber ich wusste nicht genau wie. Daher kommt mir dein Post echt wie gerufen
    (denn ich habe auch einen sehr hohen Verbrauch an Vanillezucker :D ).
    Liebe Grüße,
    Marli

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    1. Freut mich, dass ich dir helfen konnte :) Ich kann dir garantieren - er duftet sooo himmlisch! Liebste Grüße zu dir :)

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  3. Liebe Jana,
    ich finde es toll, wie du in deine Posts auch immer ein paar wissenswerte Fakten mit einbringst. :)
    Vanillezucker habe ich auch schon selbst gemacht. So einfach und doch sehr wirkungsvoll.
    Und in solch einem Glas auch immer eine schöne Deko!

    Machst du die Aufkleber selbst?

    xoxo
    Selly
    von SellysSecrets

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    1. Als Deko macht er sich tatsächlich auch ganz wunderbar :)
      Die Aufkleber mache ich immer selbst. Ich entwerfe sie in einem Layoutprogramm (InDesign) und drucke sie dann ganz einfach aus. Geht schnell und sieht vor allem als Geschenk ganz hübsch aus :)
      Liebste Grüße!

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  4. Liebe Jana,
    das habe ich auch schon einige Male gemacht. Ist auch gerade in der Weihnachtszeit eine super Idee als kleines Mitbringesl für ein Backfräulein ;)
    Und dein Etikett ist sehr hübsch, dafür hast du ein Händchen.
    Herzlichst,
    Stefanie

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  5. Das ist eine prima Idee, eigentlich auch eine schöne Idee für ein Weihnachtsgeschenk an eine backbegeisterte Freundin!

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    1. Ein super Geschenk ist es tatsächlich. Jeder, der es liebt zu backen, wird sich darüber mit Sicherheit freuen :)

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Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar. Vielen Dank für deine lieben Worte!